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Die Siegessäule in Berlin – Deutschland

Die Berliner Siegessäule gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Hauptstadt. Mit ihrer goldenen Figur auf der Spitze ist sie schon von weitem zu erkennen und bildet heute den Mittelpunkt des Großen Sterns mitten im Berliner Tiergarten. Besonders beeindruckend ist die Perspektive entlang der Straße des 17. Juni, von der aus die Säule wie eine monumentale Achse durch den Tiergarten wirkt.

Die Geschichte der Siegessäule

Die Siegessäule wurde im 19. Jahrhundert errichtet und ursprünglich auf dem damaligen Königsplatz, dem heutigen Platz der Republik vor dem Reichstag, aufgestellt. Ihre Einweihung fand am 2. September 1873 statt.

Ursprünglich sollte die Säule an die preußischen Siege in den sogenannten Einigungskriegen erinnern. Dazu gehörten der Deutsch-Dänische Krieg von 1864, der Deutsche Krieg von 1866 und schließlich der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Siegessäule nicht vollständig zerstört. Allerdings wurde sie beschädigt. Nach dem Krieg gab es Überlegungen, das Monument abzubauen oder sogar vollständig zu entfernen. Letztlich blieb die Siegessäule erhalten.

Vom Königsplatz in den Tiergarten

Eine interessante Besonderheit der Siegessäule ist ihr heutiger Standort. Ursprünglich stand sie nämlich nicht mitten im Tiergarten.

Im Jahr 1938 wurde die Siegessäule im Rahmen der nationalsozialistischen Umgestaltung Berlins an ihren heutigen Standort am Großen Stern versetzt. Gleichzeitig wurde sie erhöht und um eine weitere Säulentrommel ergänzt.

Dadurch erreichte das Bauwerk seine heutige Höhe von rund 67 Metern.

Die goldene Victoria

Ganz oben auf der Siegessäule steht die vergoldete Bronzefigur der Victoria. Sie ist etwa 8,3 Meter hoch und wiegt mehrere Tonnen.

Die Berliner haben der Figur einen bekannten Spitznamen gegeben: „Goldelse“. Der Name spielt auf ihr auffälliges goldenes Erscheinungsbild an.

Die Figur ist mit einem Lorbeerkranz, einem Adlerhelm und einem Feldzeichen dargestellt. Gerade bei Sonnenschein ist sie bereits aus größerer Entfernung gut zu erkennen.

285 Stufen bis zur Aussichtsplattform

Wer Berlin aus einer ungewöhnlichen Perspektive sehen möchte, kann die Aussichtsplattform der Siegessäule besuchen. Der Weg nach oben führt allerdings nicht mit einem Aufzug, sondern über eine Wendeltreppe mit insgesamt 285 Stufen.

Die Aussichtsplattform befindet sich in ungefähr 51 Metern Höhe. Von dort bietet sich ein interessanter Rundumblick über den Tiergarten und die Berliner Innenstadt.

Besonders schön ist der Blick entlang der Straße des 17. Juni in Richtung Brandenburger Tor. Bei guter Sicht lassen sich zahlreiche markante Gebäude der Hauptstadt entdecken.

Ein Wahrzeichen der Berliner Straßenachsen

Die Siegessäule steht heute genau im Zentrum des Großen Sterns. Von hier gehen mehrere große Straßen durch den Tiergarten ab. Dazu gehören unter anderem die Straße des 17. Juni, die Spreeweg und die Hofjägerallee.

Die Position ist kein Zufall. Die Siegessäule bildet zusammen mit den Straßen und den umliegenden Bauwerken eine beeindruckende städtebauliche Inszenierung.

Interessante Fun Facts

Ein besonders kurioses Detail ist die Anzahl der Säulentrommeln. Ursprünglich bestand die Siegessäule aus drei Teilen, die jeweils für einen der damaligen preußischen Siege standen. Nach ihrer Umsetzung wurde eine vierte Säulentrommel hinzugefügt.

Die Säule ist mit zahlreichen goldfarbenen Kanonenrohren verziert. Dabei handelt es sich um erbeutete Geschützrohre aus den Kriegen, an die das Monument erinnern sollte.

Auch der goldene Glanz der Siegessäule hat eine interessante Geschichte. Die Figur der Victoria wurde mehrfach restauriert und neu vergoldet. Dadurch konnte ihr auffälliges Erscheinungsbild bis heute erhalten werden.

Ein weiteres bekanntes Detail: Die Siegessäule ist nicht nur ein historisches Monument, sondern war auch immer wieder Schauplatz großer Veranstaltungen. Besonders während der Loveparade wurde der Große Stern zu einem der bekanntesten Treffpunkte Berlins.

Die Siegessäule als Fotomotiv

Für einen Reise-Fotoblog bietet die Siegessäule zahlreiche spannende Perspektiven. Besonders eindrucksvoll ist die Ansicht von der Straße des 17. Juni. Die lange gerade Straße führt direkt auf das Monument zu und erzeugt eine starke Tiefenwirkung.

Auch der Blick von unten nach oben lohnt sich. Dabei kommen die goldene Victoria und die reich verzierte Säule besonders gut zur Geltung.

Bei Sonnenuntergang oder in der sogenannten blauen Stunde verändert sich die Stimmung rund um die Siegessäule deutlich. Die Kombination aus dem goldenen Monument, den Bäumen des Tiergartens und den Berliner Straßen bietet dann besonders interessante Motive.

Ein Stück Berliner Geschichte

Die Siegessäule ist heute ein beliebtes Berliner Wahrzeichen, ihre Geschichte ist allerdings deutlich komplexer als ihr goldenes Erscheinungsbild vermuten lässt. Sie steht für die politische und militärische Geschichte des Deutschen Kaiserreichs, wurde während der NS-Zeit an ihren heutigen Standort versetzt und überstand den Zweiten Weltkrieg.

Heute ist sie vor allem ein Aussichtspunkt und ein markantes Wahrzeichen Berlins. Wer die 285 Stufen bis zur Aussichtsplattform hinaufsteigt, wird mit einem besonderen Blick über den Tiergarten und die Berliner Innenstadt belohnt.

Gerade diese Verbindung aus Geschichte, Architektur und Aussicht macht die Siegessäule zu einem interessanten Ziel für eine Berlin-Reise und zu einem lohnenswerten Motiv für die Reisefotografie.

Alle Fotos wurden mit dem iPhone 17 Pro Max und der DJI Osmo Pocket 4  fotografiert.

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