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Über den Inntaler Höhenweg zur Kellerjochhütte

Eine Bergtour zu zweit, herrliche Ausblicke auf die Tiroler Bergwelt und ein kulinarischer Abschluss, der seinesgleichen sucht.

Es gibt Wandertage, an denen einfach alles zusammenpasst: Bewegung an der frischen Bergluft, beeindruckende Landschaften, eine gemütliche Rast und zum Abschluss etwas richtig Gutes auf dem Teller. Genau so einen Tag haben meine Frau und ich rund um den Alpengasthof Loas in den Tuxer Alpen erlebt.

Unser Plan: Vom Parkplatz oberhalb des Alpengasthofs Loas über den Inntaler Höhenweg 316 in Richtung Kuhmesser aufsteigen, anschließend weiter Richtung Kellerjochhütte wandern und über den Hochebenweg 311 wieder zurückkehren. Auf den Gipfel des Kuhmessers verzichteten wir bewusst. Schließlich sollte nicht nur die sportliche Herausforderung zählen, sondern auch das gemeinsame Naturerlebnis.

Und als krönenden Abschluss gab es ein kühles Radler und das für uns weltbeste Schnitzel – traditionell über offenem Feuer zubereitet.

Der Start am Loassattel – hinein in die Bergwelt

Unsere Wanderung begann am Parkplatz oberhalb des Alpengasthofs Loas am Loassattel auf rund 1.675 Metern Seehöhe. Schon beim Aussteigen spürt man hier die besondere Atmosphäre der Berge. Die klare Luft, die Ruhe und der Blick auf die umliegende Landschaft machen Lust darauf, die Wanderschuhe zu schnüren und loszugehen.

Wir folgten dem markierten Inntaler Höhenweg 316 in Richtung Kuhmesser. Der Weg führt zunächst bergauf und lässt schnell erkennen, dass man auch auf einer relativ kurzen Strecke ordentlich Höhenmeter sammeln kann.

Der Anstieg Richtung Kuhmesser: Kurz, steil und aussichtsreich

Der Aufstieg in Richtung Kuhmesser ist der sportliche Teil unserer Tour. Der Steig gewinnt auf vergleichsweise kurzer Distanz deutlich an Höhe. Hier sind gute Kondition und ein sicherer Tritt gefragt, denn der Weg wird stellenweise ordentlich steil.

Vom Loassattel auf etwa 1.675 Metern führt der Steig bis zur Abzweigung unterhalb des Kuhmesser-Gipfels auf rund 2.150 Meter. Das bedeutet ungefähr 475 Höhenmeter im Aufstieg auf diesem Abschnitt. Wer den Gipfel des Kuhmessers auf 2.264 Metern zusätzlich mitnimmt, bewältigt vom Parkplatz aus rund 590 Höhenmeter, also etwa 600 Höhenmeter.

Wir entschieden uns gegen den Gipfelabstecher und folgten dem Höhenweg 316 weiter in Richtung Kellerjochhütte. Der Gipfel blieb diesmal außen vor – und das war für uns genau die richtige Entscheidung.

Denn beim Wandern geht es nicht immer darum, jeden Gipfel zu erklimmen. Manchmal ist es viel schöner, sich Zeit zu lassen, die Umgebung zu genießen und den Tag ohne unnötigen Zeitdruck zu erleben.

Weiter auf dem Inntaler Höhenweg 316 Richtung Kellerjochhütte

Nach dem steilen Anstieg wurde unsere Wanderung zunehmend zu einem Genuss für die Sinne. Der Inntaler Höhenweg führt durch eine eindrucksvolle Berglandschaft und eröffnet immer wieder schöne Ausblicke auf das Inntal, das Karwendel und die umliegenden Gipfel.

Unser Weg führte uns weiter in Richtung Kellerjochhütte beziehungsweise Kellerjochalm. Die Kellerjochhütte liegt auf rund 2.237 Metern Seehöhe und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer in dieser Region.

Mit jedem Schritt rückte unser nächstes Etappenziel näher. Nach dem kräftigen Anstieg freuten wir uns bereits auf eine wohlverdiente Pause.

Zeit für eine Rast mit Bergpanorama

Bei der Kellerjochhütte legten wir eine gemütliche Rast ein. Rucksack abstellen, etwas trinken, durchatmen und einfach die Aussicht genießen – solche Momente gehören für uns genauso zu einer Wanderung wie der Weg selbst.

Es ist schön, wenn man nicht ständig auf die Uhr schauen muss. Wir ließen die Eindrücke auf uns wirken, sammelten neue Energie und genossen die gemeinsame Zeit in den Bergen.

Nach unserer Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Für die Rückrunde wählten wir den Hochebenweg 311 in Richtung Parkplatz. So konnten wir die Landschaft noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben und unsere Tour abwechslungsreich abschließen.

Über den Hochebenweg 311 zurück zum Ausgangspunkt

Der Hochebenweg 311 führte uns wieder in Richtung Loassattel und zurück zu unserem Ausgangspunkt. Nach dem sportlichen Anstieg war der Gedanke an eine gemütliche Einkehr mittlerweile durchaus willkommen.

Die Wanderung hatte alles geboten, was wir uns von einem gelungenen Tag in den Bergen wünschen: einen knackigen Aufstieg, herrliche Natur, schöne Ausblicke und eine entspannte Rast.

Doch ganz vorbei war unser Wandertag noch nicht. Denn wer schon einmal auf der Loas eingekehrt ist, weiß, dass dort eine besondere Spezialität auf hungrige Wanderer wartet.

Der kulinarische Höhepunkt: Ein kühles Radler und das weltbeste Loas-Schnitzel

Zurück am Parkplatz ließen wir uns die Einkehr im Alpengasthof Loas natürlich nicht entgehen. Was wäre eine Wanderung in dieser Gegend schließlich ohne einen Besuch in diesem urigen Berggasthof?

Zuerst gönnten wir uns ein kühles Radler. Nach den zurückgelegten Höhenmetern schmeckt eine Erfrischung auf der Alm gleich doppelt so gut. Dazu die gemütliche Atmosphäre – und schon war der Wandertag perfekt.

Aber wir waren natürlich nicht nur wegen des Radlers hier. Unser eigentliches Highlight wartete bereits auf dem Teller: das berühmte Loas-Schnitzel.

Das Geheimnis des Loas-Schnitzels: Über offenem Feuer gebraten

Das Besondere am berühmten Loas-Schnitzel ist seine traditionelle Zubereitung in einer gusseisernen Pfanne direkt über offenem Feuer. Jedes Schnitzel wird einzeln gebraten, wobei die richtige Hitze und das nötige Fingerspitzengefühl entscheidend sind. So wird die Panierung herrlich goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig bleibt. Die Zubereitung über dem offenen Feuer verleiht dem Ganzen einen ganz besonderen, rustikalen Charme. Hier wird noch mit Zeit und echter Leidenschaft gekocht. Zusammen mit den klassischen Beilagen ist das Schnitzel ein echtes Highlight – besonders nach einer ausgiebigen Wanderung. Für uns gehört es zu jedem Besuch auf der Loas einfach dazu!

Und nach einer Wanderung schmeckt es ohnehin besonders gut!

Für uns ist das Loas-Schnitzel jedenfalls weit mehr als nur eine Mahlzeit. Es ist ein Grund, immer wiederzukommen. Zusammen mit einem kühlen Radler und der gemütlichen Atmosphäre des Alpengasthofs war es der perfekte Abschluss unseres Wandertages.

Unser Fazit: Eine Wanderung, die Bewegung und Genuss verbindet

Unsere Tour vom Parkplatz oberhalb des Alpengasthofs Loas über den Inntaler Höhenweg 316 Richtung Kuhmesser und weiter zur Kellerjochhütte war eine rundum gelungene Wanderung.

Der Anstieg Richtung Kuhmesser hat es auf kurzer Distanz durchaus in sich: Bis zur Abzweigung unterhalb des Gipfels kommen ungefähr 475 Höhenmeter zusammen. Wer den Gipfel zusätzlich besteigt, kann mit rund 600 Höhenmetern vom Ausgangspunkt rechnen.

Mit der anschließenden Rast und dem Rückweg über den Hochebenweg 311 ergab sich für uns eine abwechslungsreiche Tour, bei der nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch das gemeinsame Naturerlebnis im Mittelpunkt stand.

Und dann natürlich die Einkehr auf der Loas: ein kühles Radler, das legendäre Schnitzel aus der gusseisernen Pfanne über offenem Feuer und ein gemütlicher Ausklang nach einem schönen Tag in den Bergen.

Unser Tipp: Wer in Tirol gerne wandert und gutes Essen zu schätzen weiß, sollte sich diese Tour unbedingt vormerken. Der Anstieg sorgt für Bewegung, die Bergwelt für unvergessliche Eindrücke – und das Loas-Schnitzel für den perfekten Abschluss.

Denn manchmal muss es gar kein Gipfelsieg sein. Manchmal ist es einfach ein wunderbarer Tag zu zweit, der mit einem Schnitzel endet, das man so schnell nicht vergisst.

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