Berliner Fernsehturm
Der Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz ist mit einer Höhe von 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Er wurde zwischen 1965 und 1969 in der damaligen DDR errichtet und sollte die technische Leistungsfähigkeit des sozialistischen Staates symbolisieren. Besonders auffällig ist die große Kugel, in der sich eine Aussichtsplattform und ein Restaurant befinden. Bei guter Sicht kann man von hier aus weit über Berlin und das Umland blicken. Ein besonderer Fun Fact ist, dass sich die Kugel des Fernsehturms langsam dreht und Besucher dadurch während des Essens einen wechselnden Blick über die Stadt genießen können. Durch seine markante Silhouette ist der Fernsehturm heute aus vielen Teilen Berlins zu sehen.





Hackesche Höfe
Die Hackeschen Höfe liegen mitten im Berliner Stadtteil Mitte und gehören zu den bekanntesten historischen Hofanlagen der Stadt. Der 1906 eröffnete Komplex besteht aus acht miteinander verbundenen Höfen und beeindruckt vor allem durch seine aufwendig gestalteten Jugendstilfassaden. Ursprünglich befanden sich hier Wohnungen, Geschäfte, Handwerksbetriebe und Büros, sodass Wohnen und Arbeiten eng miteinander verbunden waren. Heute findet man in den Höfen zahlreiche kleine Geschäfte, Cafés, Restaurants, Galerien und kulturelle Einrichtungen. Besonders auffällig sind die farbenfrohen Fliesen und die unterschiedlichen Fassadengestaltungen der einzelnen Innenhöfe. Die Hackeschen Höfe sind deshalb nicht nur ein beliebtes Touristenziel, sondern auch ein schönes Fotomotiv für Architektur- und Streetfotografie.






Wer es gerne etwas „rustikaler und ursprünglicher“ mag, biegt einfach in den Hof nebenan zum Monsterkabinett ab. Wo es hingeht, verrät einem spätestens der unverkennbare Gras-Geruch – Google Maps kann hier getrost Pause machen.






Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins und wurde zwischen 1788 und 1791 nach den Plänen von Carl Gotthard Langhans errichtet. Vorbild für die Gestaltung waren die Propyläen der Athener Akropolis, was dem Bauwerk seinen klassizistischen Charakter verleiht. Auf der Spitze befindet sich die berühmte Quadriga, ein von vier Pferden gezogener Wagen mit der Siegesgöttin Victoria. Während der deutschen Teilung stand das Brandenburger Tor direkt an der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin und war für die Bevölkerung nicht zugänglich. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde es zu einem Symbol der deutschen Wiedervereinigung und ist heute ein beliebter Treffpunkt für Besucher aus aller Welt. Besonders beeindruckend wirkt das Tor früh am Morgen oder am Abend, wenn deutlich weniger Menschen unterwegs sind.


Sony Center am Potsdamer Platz
Das Sony Center am Potsdamer Platz gehört zu den auffälligsten modernen Gebäudekomplexen Berlins. Es wurde im Jahr 2000 eröffnet und entstand auf einem Areal, das nach dem Zweiten Weltkrieg und während der deutschen Teilung lange Zeit brachgelegen hatte. Mittelpunkt des Komplexes ist ein großer öffentlicher Innenhof, der von einer spektakulären, zeltartigen Dachkonstruktion überspannt wird. Das Dach besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Glas- und Membranelementen und ist besonders bei Dunkelheit ein interessantes Fotomotiv. Ursprünglich wurde das Sony Center als europäischer Sitz des japanischen Elektronikkonzerns Sony entwickelt. Heute befinden sich dort unter anderem Büros, Restaurants, Wohnungen und Freizeitangebote.



Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas befindet sich unweit des Brandenburger Tors und erinnert an die rund sechs Millionen ermordeten Juden Europas während des Holocaust. Die von dem Architekten Peter Eisenman entworfene Gedenkstätte besteht aus 2.711 unterschiedlich hohen Betonstelen. Die Stelen stehen auf einem wellenförmig angelegten Gelände, sodass sich beim Durchlaufen ständig neue Perspektiven ergeben. Ein unterirdischer Ort der Information ergänzt das Denkmal und dokumentiert die Schicksale einzelner jüdischer Familien. Die abstrakte Gestaltung lässt bewusst unterschiedliche persönliche Eindrücke und Interpretationen zu. Gerade die ungewöhnliche Architektur macht den Ort zu einem eindrucksvollen, aber auch sehr nachdenklich stimmenden Teil eines Berlin-Besuchs.


Weltzeituhr am Alexanderplatz
Die Weltzeituhr steht seit 1969 auf dem Alexanderplatz und gehört zu den bekannten Wahrzeichen des Berliner Ostteils. Sie wurde von dem Industriedesigner Erich John entworfen und zeigt die Uhrzeiten zahlreicher Städte und Zeitzonen rund um die Erde an. Interessant ist, dass sich über der Uhr ein Modell unseres Sonnensystems befindet, das sich im Laufe eines Tages einmal um die eigene Achse dreht. Die Weltzeituhr war bereits zu DDR-Zeiten ein beliebter Treffpunkt und ist es bis heute geblieben. Für viele Berliner ist die Uhr ein klassischer Ort, an dem man sich mit Freunden verabredet. Zusammen mit dem Fernsehturm bildet sie eines der bekanntesten Fotomotive auf dem Alexanderplatz.

Potsdamer Platz
Der Potsdamer Platz ist ein beeindruckendes Beispiel für den Wandel Berlins im 20. und 21. Jahrhundert. Vor dem Zweiten Weltkrieg war er einer der verkehrsreichsten Plätze Europas, wurde im Krieg jedoch schwer zerstört und lag später direkt an der Berliner Mauer. Nach der deutschen Wiedervereinigung begann eine der größten innerstädtischen Bauphasen Europas, bei der ein völlig neues Stadtviertel entstand. Heute prägen moderne Hochhäuser, Einkaufszentren, Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen das Bild des Platzes. Besonders bekannt ist die markante Dachkonstruktion des Sony Centers, die den Platz zu einem beliebten Fotomotiv macht. Der Potsdamer Platz zeigt damit auf kleinem Raum, wie stark sich Berlin innerhalb weniger Jahrzehnte verändert hat.




Straße Unter den Linden
Die Straße Unter den Linden ist eine der berühmtesten historischen Prachtstraßen Berlins und verbindet den Alexanderplatz beziehungsweise die Museumsinsel mit dem Brandenburger Tor. Ihren Namen verdankt sie den Lindenbäumen, die bereits seit dem 17. Jahrhundert entlang der Straße gepflanzt wurden. Entlang der Straße befinden sich zahlreiche bedeutende Gebäude und Sehenswürdigkeiten, darunter die Staatsoper Unter den Linden, die Humboldt-Universität, das Kronprinzenpalais und die Neue Wache. Über Jahrhunderte entwickelte sich die Straße zu einer wichtigen repräsentativen Achse der preußischen und später deutschen Hauptstadt. Besonders schön ist ein Spaziergang zwischen Berliner Dom, Museumsinsel und Brandenburger Tor. Für Fotografen bietet die Straße zahlreiche Perspektiven, bei denen historische Architektur und das moderne Berlin aufeinandertreffen.



Checkpoint Charlie
Checkpoint Charlie war während der Zeit der deutschen Teilung einer der bekanntesten Grenzübergänge zwischen Ost- und West-Berlin. Der Kontrollpunkt befand sich an der Friedrichstraße und wurde im Oktober 1961 weltweit bekannt, als sich hier amerikanische und sowjetische Panzer direkt gegenüberstanden. Der Name „Charlie“ stammt aus dem damaligen internationalen Alphabet der westlichen Alliierten und steht für den Buchstaben C. Nach dem Fall der Berliner Mauer verlor der Grenzübergang seine ursprüngliche Funktion und wurde 1990 offiziell geschlossen. Heute erinnert eine Rekonstruktion des bekannten Kontrollhäuschens an die Geschichte dieses Ortes. Checkpoint Charlie ist inzwischen eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Berlins und zugleich ein Ort, an dem die Geschichte der deutschen Teilung besonders deutlich sichtbar wird.



Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten
Das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten wurde bereits 1945 – nur wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – errichtet und am 11. November 1945 eingeweiht. Die monumentale Anlage erinnert an die sowjetischen Soldaten, die bei der Schlacht um Berlin gefallen sind.
Beeindruckend und zugleich bedrückend: Zwei T-34-Panzer und Geschütze stehen am Eingang, dahinter erhebt sich die große Bronzefigur eines Rotarmisten. Hinter den Kolonnaden befinden sich die Gräber von mehr als 2.000 gefallenen sowjetischen Soldaten.
Der Standort ist ebenfalls symbolisch gewählt: Direkt an der Straße des 17. Juni, unweit von Reichstag und Brandenburger Tor – mitten im ehemaligen Machtzentrum des nationalsozialistischen Deutschlands.
Heute ist das Ehrenmal vor allem ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung an die Opfer des Krieges.
Das Ehrenmal lag während der Zeit der deutschen Teilung im britischen Sektor, war aber bis 1990 eine sowjetisch verwaltete Enklave. Eine britische Militärwache sicherte die Anlage sogar nach dem Mauerbau 1961.



Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin
Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus gehört zum Parlamentsviertel in Berlin und liegt direkt an der Spree zwischen Reichstagsgebäude und Friedrichstraße. Benannt ist das Gebäude nach Marie-Elisabeth Lüders, einer engagierten deutschen Politikerin und Frauenrechtlerin, die sich unter anderem für die Gleichberechtigung und das Wahlrecht von Frauen einsetzte. Das Gebäude wurde nach den Plänen des Architekten Stephan Braunfels errichtet und 2003 eröffnet. Besonders auffällig ist die große gläserne Fassade, durch die das Gebäude sehr offen und modern wirkt. Eine architektonische Besonderheit ist die sogenannte „Spreewand“, eine lange, geschwungene Glaswand, die den Innenbereich des Hauses prägt. Über die sogenannte Marie-Elisabeth-Lüders-Brücke ist das Gebäude mit dem gegenüberliegenden Paul-Löbe-Haus verbunden – beide Häuser symbolisieren damit auch die Verbindung der parlamentarischen Arbeit über die Spree hinweg.





Das Reichstagsgebäude in Berlin
Das Reichstagsgebäude gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Berlins und ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Das Gebäude wurde nach den Plänen des Architekten Paul Wallot errichtet und 1894 fertiggestellt, wobei bereits damals die markante Kuppel das Erscheinungsbild prägte. Nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde der Reichstag wieder aufgebaut und nach der deutschen Wiedervereinigung umfassend umgestaltet. Besonders bekannt ist die moderne Glaskuppel, die nach den Plänen des britischen Architekten Norman Foster entstand und heute kostenlos besucht werden kann. Ein interessanter Fun Fact ist, dass man von der Kuppel direkt in den darunterliegenden Plenarsaal blicken kann – ein bewusstes architektonisches Symbol dafür, dass die parlamentarische Arbeit für die Bevölkerung transparent sein soll. Rund um das Gebäude erinnern außerdem historische Graffiti sowjetischer Soldaten aus dem Jahr 1945 an die bewegte Geschichte des Reichstags.



Das Bundeskanzleramt in Berlin
Das Bundeskanzleramt gehört zu den markantesten modernen Gebäuden im Berliner Regierungsviertel und ist seit 2001 der offizielle Amtssitz des deutschen Bundeskanzlers. Das Gebäude wurde nach den Plänen der Architekten Axel Schulte und Charlotte Frank entworfen und bildet zusammen mit dem Paul-Löbe-Haus und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus das sogenannte „Band des Bundes“. Besonders auffällig ist die riesige, rund 18 Meter hohe Glasfront des zentralen Gebäudeteils, die dem Kanzleramt seinen offenen und modernen Charakter verleiht. Im Ehrenhof steht eine übergroße Skulptur des spanischen Künstlers Eduardo Chillida mit dem Namen „Berlin“, die mit ihren ineinandergreifenden Formen für Verbindung und Einheit steht. Ein interessanter Fun Fact ist, dass das Bundeskanzleramt wegen seiner ungewöhnlichen Architektur von den Berlinern gelegentlich scherzhaft als „Waschmaschine“ bezeichnet wird. Mit seiner Lage direkt an der Spree ist das Kanzleramt außerdem ein beliebtes Fotomotiv und lässt sich besonders gut von der gegenüberliegenden Spree-Seite fotografieren.

Fazit
Vier Tage Berlin. Vier Tage Großstadt, Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Currywurst und ordentlich Kilometer auf der Uhr. An drei Tagen haben wir jeweils um die 20.000 Schritte gesammelt. Berlin erkundet man eben am besten zu Fuß und lässt sich einfach treiben. Einen To-do-Zettel hatten wir natürlich auch dabei, auf dem fein säuberlich stand, was wir alles sehen wollten. Nach kurzer Zeit war allerdings klar: „Dit wird nüscht.“ Vier Tage reichen niemals, um Berlin komplett abzuarbeiten. Aber muss ja auch nicht – wir waren schließlich zum Urlaubmachen da und nicht zur Flucht vor dem nächsten Abgabetermin.
Wir haben uns einfach treiben lassen und dabei hauptsächlich die Sonnenseite Berlins kennengelernt. Die zahlreichen Schattenseiten, die die Stadt leider ebenfalls zu bieten hat, haben wir weitgehend ausgelassen. Muss man ja ooch nicht alles mitnehmen. Wir wollten schließlich schöne Erinnerungen und keinen Antrag auf einen Therapieplatz.
Fortbewegen sollte man sich in Berlin unserer Meinung nach am besten zu Fuß oder mit der S-Bahn. Auto oder Bus kann man dagegen ziemlich entspannt ignorieren. Wer sich freiwillig mit dem Auto durch Berlin quält, braucht entweder sehr viel Geduld oder hat den Berliner Humor bereits vollständig verinnerlicht. Man verbringt sonst mehr Zeit im Stau als damit, tatsächlich etwas von der Stadt zu sehen. Und wenn sich vor einem eine Schlange bildet, kann man ziemlich sicher sein: Irgendwo vorne steht einer, der „nur mal kurz“ halten wollte.
Kulinarisch haben wir uns dafür ordentlich durch Berlin gefuttert. Angefangen bei Oggi’s Gemüseburger (Döberitzer Str. 1, 10557 Berlin) über die für uns beste Currywurst der Stadt bei Curry 61 bis hin zum etwas schickeren Italiener um die Ecke, dem „Pamela“. Berlin kann also nicht nur Schnauze, sondern auch ziemlich lecker. Wir haben uns dabei erschreckend wohlgefühlt. Fast schon verdächtig wohl.
Eine Sache hat mich allerdings wirklich irritiert. In vier Tagen haben wir gerade einmal zwei Berliner gehört, die tatsächlich „berlinert“ haben. Zwei! Dit kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Wo sind denn bitte die ganzen Berliner hin? Ich hatte mich so darauf gefreut, endlich mal wieder meinen heimischen Dialekt zu hören. Ein bisschen „Ick“, „wat“ und „det“ – einfach mal wieder Musik in den Ohren. Stattdessen gab es Hochdeutsch, Englisch und gefühlt sämtliche Dialekte Deutschlands. Berlin ist doch nun wirklich groß genug, da müssen doch irgendwo noch ein paar echte Berliner rumlaufen.
Vielleicht haben sie sich aber auch einfach gut versteckt. Wahrscheinlich sitzen sie gerade irgendwo bei Curry 61 und sagen sich: „Lass die Touristen ma machen.“
Unterm Strich waren es vier richtig schöne Tage. Wir haben viel gesehen, noch mehr gegessen und uns ordentlich die Füße plattgelaufen. Berlin ist laut, manchmal chaotisch, gelegentlich etwas ruppig und definitiv nicht immer hübsch. Aber genau das macht die Stadt irgendwie aus. Wir haben jedenfalls festgestellt: Dit war jut. Und wenn man sich in Berlin nach vier Tagen schon so wohlfühlt, sollte man vielleicht einfach wiederkommen.




















Alle Fotos wurden mit dem iPhone 17 Pro Max und der DJI Osmo Pocket 4 fotografiert.
