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Funchal – Madeira

Funchal ist eine dieser Städte, bei denen man eigentlich gar keinen großen Plan braucht. Einfach loslaufen, links abbiegen, rechts abbiegen und irgendwann feststellen: „Moment mal, wo bin ich eigentlich?“ Keine Sorge – genau so entdeckt man Funchal am besten.

Die Hauptstadt Madeiras liegt malerisch an der Südküste der Insel und zieht sich wie ein riesiges Amphitheater die Hänge hinauf. Zwischen historischen Gebäuden, engen Gassen, bunten Türen, kleinen Restaurants und jeder Menge Blumen gibt es jede Menge zu entdecken. Und wer meint, Funchal wäre nur etwas für Kreuzfahrtgäste mit Kamera um den Hals, sollte sich die Stadt einmal genauer ansehen.

Der Mercado dos Lavradores – hier wird es bunt

Ein guter Start für eine Tour durch Funchal ist der Mercado dos Lavradores, der Bauernmarkt mitten im Zentrum. Der Markt wurde 1940 eröffnet und gehört heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Schon von außen fällt das Gebäude mit seinen typischen portugiesischen Azulejos auf.

Drinnen wird es dann richtig farbenfroh.

Obst, Gemüse, Gewürze, Blumen, Fisch und allerlei regionale Produkte sorgen dafür, dass eigentlich alle Sinne gleichzeitig beschäftigt sind. Besonders die exotischen Früchte sehen teilweise so aus, als hätte jemand beim Obststand einfach den Kreativmodus eingeschaltet.

Natürlich darf auch eine kleine Kostprobe nicht fehlen. Wobei man beim Probieren durchaus aufpassen sollte: Aus „Ich schaue nur mal“ kann hier erstaunlich schnell ein Einkauf werden.

Der Mercado dos Lavradores ist deshalb nicht nur ein Markt, sondern ein ziemlich guter Einstieg in das Lebensgefühl von Funchal.

Die Altstadt – einfach treiben lassen

Von dort geht es weiter Richtung Zona Velha, der historischen Altstadt von Funchal.

Hier wird es deutlich gemütlicher. Die Straßen werden enger, die Häuser bunter und plötzlich findet man überall kleine Cafés, Restaurants und Bars. Besonders bekannt ist die Rua de Santa Maria.

Die Straße ist inzwischen fast schon eine Freiluftgalerie. Viele Türen und Hausfassaden wurden von Künstlern gestaltet und machen aus einem normalen Spaziergang eine kleine Entdeckungstour.

Und das Schöne daran: Man muss hier eigentlich gar kein konkretes Ziel haben. Einfach durch die Gassen schlendern, stehen bleiben, Fotos machen und schauen, was hinter der nächsten Ecke wartet.

Funchal ist eben keine Stadt, die man unbedingt im Sprint besichtigen sollte.

Fortaleza de São Tiago – Festung mit Meerblick

Am östlichen Rand der Altstadt thront die Fortaleza de São Tiago direkt über dem Meer.

Die gelbe Festung stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und wurde ursprünglich errichtet, um Funchal vor Angriffen von Korsaren zu schützen. Heute ist sie vor allem eine interessante historische Sehenswürdigkeit mit einem ziemlich guten Ausblick auf den Atlantik.

Die Lage ist beeindruckend: Auf der einen Seite die alten Mauern der Festung, auf der anderen Seite das Meer. Man kann sich hier gut vorstellen, dass dieser Platz früher nicht gerade für gemütliche Kaffeepausen gedacht war.

Heute darf man dagegen ganz entspannt herumspazieren und die Aussicht genießen.

Baden direkt unterhalb der Fortaleza de São Tiago kann man natürlich auch.

Igreja de São Tiago – die Kirche direkt neben der Festung

Direkt im Bereich der Festung befindet sich die Igreja de São Tiago, die der Altstadt ihren besonderen historischen Charakter verleiht.

Die Kirche passt perfekt in dieses Viertel: alte Mauern, enge Gassen und historische Gebäude treffen hier aufeinander. Wer durch die Zona Velha unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur auf die bunten Türen und Restaurants achten, sondern ruhig auch einmal nach oben schauen.

In Funchal gibt es nämlich erstaunlich viele Gebäude, bei denen man sich fragt, warum man eigentlich gerade erst jetzt entdeckt, wie schön sie sind.

Weitere Highlights in Funchal

Funchal hat natürlich noch einiges mehr zu bieten. Dazu gehören unter anderem das Kloster Santa Clara, das Stadttheater Baltazar Dias, die Igreja do Colégio und verschiedene historische Paläste und Herrenhäuser. Auch zahlreiche Gärten und Aussichtspunkte machen die Stadt abwechslungsreich.

Und natürlich darf die berühmte Seilbahn nach Monte nicht fehlen. Von oben bekommt man noch einmal eine völlig andere Perspektive auf Funchal und die Bucht.

Fazit

Funchal ist keine Stadt, die man einfach abhakt, indem man fünf Sehenswürdigkeiten fotografiert und danach zum nächsten Punkt fährt.

Die eigentliche Besonderheit liegt für uns dazwischen: in den kleinen Gassen, den bunten Türen, den alten Häusern, dem Duft vom Markt, den Cafés am Straßenrand und den ständig wechselnden Ausblicken auf den Atlantik.

Mal ist Funchal historisch, mal modern, mal herrlich chaotisch – und manchmal alles gleichzeitig.

Genau das macht die Stadt so sympathisch.

Mein Tipp: Nicht zu viel planen. Einfach gute Schuhe anziehen, die Kamera einpacken und loslaufen. Funchal erledigt den Rest.

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