Die Seilbahn Rocha do Navio liegt bei Santana an der wilden Nordküste Madeiras. Sie führt vom Aussichtspunkt steil hinunter zu den Fajãs am Atlantik – kleinen, fruchtbaren Landflächen direkt unterhalb der imposanten Steilküste.
Ursprünglich wurde die Seilbahn vor allem gebaut, damit die örtlichen Bauern ihre schwer zugänglichen Felder erreichen konnten. Heute ist die etwa 5-minütige Fahrt vor allem wegen der spektakulären Aussicht ein Erlebnis: Während man hinunterfährt, hat man einen tollen Blick auf den Atlantik, die steilen grünen Hänge und die Fajãs.
Unten angekommen befindet man sich im Bereich des Naturschutzgebiets Rocha do Navio. Die geschützte Küstenlandschaft umfasst unter anderem vorgelagerte Felsen und eine außergewöhnliche Pflanzenwelt. Der Name „Rocha do Navio“ geht übrigens auf den Untergang eines niederländischen Schiffes im 19. Jahrhundert zurück.
Praktisch: Laut dem offiziellen Tourismusportal fährt die Seilbahn derzeit grundsätzlich 09:00–13:00 Uhr und 14:00–17:00 Uhr, am Wochenende bis 18:00 Uhr. Die Öffnung kann allerdings wetter- oder betriebsbedingt abweichen.
Mein Tipp: Wenn ihr schon in Santana seid, lohnt sich die Fahrt besonders bei gutem Wetter. Die Kombination aus Seilbahnfahrt, Steilküste, Atlantik und Fajãs ist deutlich ursprünglicher als die bekannten Seilbahnen rund um Funchal.













Wer an Santana auf Madeira denkt, hat wahrscheinlich sofort ein bestimmtes Bild vor Augen: kleine, dreieckige Häuser mit bunten Fassaden und einem bis fast zum Boden reichenden Strohdach. Die berühmten Casas Típicas de Santana gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen der Insel und sind natürlich ein absolutes Fotomotiv. Casas Típicas de Santana
Doch Santana hat deutlich mehr zu bieten. Die Region an der grünen Nordküste Madeiras verbindet Tradition mit einer beeindruckenden Naturkulisse. Nicht ohne Grund wurde der gesamte Kreis Santana 2011 von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgezeichnet. Hier treffen ursprüngliche Landschaften, dichter Lorbeerwald, hohe Berge und die traditionelle Kultur Madeiras aufeinander.
Die traditionellen Häuser sind zweifellos das Wahrzeichen von Santana. Ihre ungewöhnliche dreieckige Form und die typischen Strohdächer wirken fast wie aus einem Märchen.
Früher waren diese Häuser ein wichtiger Bestandteil des ländlichen Lebens auf Madeira. Heute erinnern die erhaltenen und restaurierten Häuser an die Geschichte und Tradition der Region. Einige von ihnen werden mittlerweile für kleine Geschäfte, regionale Produkte oder als touristische Attraktionen genutzt.
Wer Santana besucht, sollte sich deshalb unbedingt etwas Zeit nehmen und durch den Bereich der typischen Häuser spazieren. Die bunten Fassaden, die Blumen und die kleinen Gärten machen diesen Ort zu einem der schönsten Fotospots der Insel.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, findet in und rund um Santana noch zahlreiche weitere interessante Orte. Santana ist für uns viel mehr als nur ein kurzer Fotostopp bei den berühmten Strohhäusern. Die Region zeigt eine ganz andere Seite Madeiras: grüner, ursprünglicher und traditioneller.
Hier kann man morgens die typischen Casas de Santana bestaunen, anschließend durch den Lorbeerwald wandern und später von einem Aussichtspunkt auf die spektakuläre Nordküste blicken.
Santana verbindet auf einzigartige Weise die Tradition Madeiras mit einer beeindruckenden Natur – und genau deshalb sollte dieser Ort bei einer Rundreise über die Insel unbedingt auf dem Programm stehen.




