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Kistefos Museum – Norwegen

Das Kistefos-Museum ist ein norwegisches Industriemuseum mit Kunstgalerie und Skulpturenpark. Es liegt unweit südlich von Jevnaker am Kistefoss, einem Wasserfall der Randselva, die am Südende des Randsfjordsees bei Jevnaker beginnt und durch Hadeland in südliche Richtung nach Hønefoss fließt. Ursprung des 1996 gegründeten Industriemuseums ist eine ehemalige Holzmühle, die Kistefos Træsliberi („Kistefos Holzschleiferei“), die hier 1889 entstand und in der viele Jahrzehnte lang Zellstoff produziert wurde. Der dazu benötigte elektrische Strom wurde aus der Wasserkraft des nahen Kistefoss-Wasserfalls gewonnen. Im Jahr 1955 wurde die Zellstoffproduktion eingestellt.

Die ehemalige Holzmühle ist nun ein Industriedenkmal und stellt als eine nahezu intakte alte Industrieanlage ein einzigartiges Denkmal der Anfänge der Industrialisierung Norwegens dar. Im Jahr 1999 wurde eine erste Kunstausstellung im historischen Gebäude eingerichtet. Inzwischen ist sie zum Mittelpunkt eines weitläufigen Skulpturengartens geworden, des Kistefos-Museets skulpturpark. Dieser ist ganzjährig geöffnet und zeigt mehr als vierzig zeitgenössische Skulpturen von renommierten Künstlern wie dem Kolumbianer Fernando Botero, dem Dänen Jeppe Hein, dem Briten Marc Quinn, der Japanerin Yayoi Kusama und anderen.

Ein besonderer Anziehungspunkt ist The Twist („Die Wendung“), eine weitere Galerie, deren Gebäude selbst auch ein außergewöhnliches Kunstwerk darstellt, nämlich eine schraubenförmig gebaute Passage, die zudem zweckmäßig als Brücke über die Randselva führt. (Quelle: wikipedia.de)

The Twist“ ist beeindruckend. Man steht davor und fragt sich, wie man so eine halbe Drehung in das Gebäude bauen konnte. Architektonisch eine Meisterleistung für mein Empfinden und für jeden Fotografen eine wahre Goldgrube, was die unterschiedlichen Perspektiven angeht.

Selbst ein Blick aus dem Toilettenbereich eröffnet einem ganz neue Perspektiven.

Ein Tipp zur Anfahrt, der Parkplatz befindet sich hinter einer aktuellen Baustelle, direkt unter der Autobahnbrücke. Selbst mit Navi etwas schwierig zu finden, da das Navi uns eine Zufahrt vorher schon zum Abbiegen bringen wollte, dort aber die genannte Baustelle und damit die Zufahrt gesperrt ist. Die Parkplätze dort sind dafür umsonst.

Im Park kann man zum Teil skurrile Kunstwerke entdecken. Von riesigen Reißzwecken, die auf einen Bergabhang verteilt sind, einem Spiegelkabinett oder einer menschlichen Figur im Hintern eines Teddys, Was auch immer das einem ausdrücken soll! Wir waren ein wenig verwundert.

Die ehemalige Holzmühle Kistefos Træsliberi ist heute ein Industriemuseum und Mittelpunkt des Skulpturenparks. Dort kann man sich anschauen, wie früher das Holz verarbeitet wird. Sogar eine Produktionsanlage ist zu sehen.

Essen und Trinken ist im dortigen Restaurant möglich, bei dem man eine wunderbare Aussicht auf einen Teil der Parkanlage hat. Die Preise sind natürlich knackig, wie in ganz Norwegen.

Alle Fotos & Videos wurden mit der Fujifilm X-T30 und dem iPhone 12 mini fotografiert.

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