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1000 Stufen Schlucht am Meraner Höhenweg

Von Giggelberg nach Unterstell, führt unter anderem der Meraner Höhenweg durch einen Abschnitt, der sich die „1000-Stufen-Schlucht“ nennt. Eine traumhafte Kulisse der Landschaft an den Südhängen der Texelgruppe in den Ötztaler Alpen bietet sich dort. Ausgangspunkt unser Wanderung ist die Bergstation der Texelbahn in Partschins. Ein kleiner Anstieg führt einem zunächst zum Gasthof Giggelberg. Von dort aus verläuft die Wanderung stets dem Meraner Höhenweg mit der Wegnummer vierundzwanzig folgend in westliche Richtung. Weitestgehend bleibt man auf eine Höhe von eintausendfünfhundert Meter. Nennenswerte Höhenunterschiede sind in den zwei Schluchten nach dem Berggasthof Hochforch, dem Brunnental und dem Lahnbach-Tal mit der „1.000-Stufen-Schlucht“, zu bewältigen. Aber keine Sorge, es sind eigentlich nur 989! Nachgezählt habe ich die natürlich nicht, sondern die Anzahl im Internet gefunden.


In die Schlucht hinunter und wieder heraus führen Stufen unterschiedlichster Art, aus Metall, aus Holz, in Stein gehauen. Der Aufstieg aus der Schlucht erfordert etwas Kondition. Bei unser letzten Wanderung hatten wir Pech mit dem Wetter, Regen, Nebel und Kälte setzten uns etwas zu. Auf den Stufen sollte man bei so einem Wetter vor allem trittsicher sein, da diese durch die Nässe sehr glatt und rutschig sind. Was mich immer wieder beeindruckt und das hatten wir jedes mal erlebt, wenn einer mit Laufschuhen, kurzer Hose und Shirt an einem vorbei rennt. In einem Tempo die Berganstiege rennt, das ich noch nicht mal auf flacher Strecke hinbekommen würde. Respekt. Leider konnte ich kein Foto machen, so schnell wie der an uns vorbei war.

Am Hofschank Pirchhof angelangt gab es eine kleine Rast und Mahlzeit. Der Hausgemachte Gulasch mit Knödel ist eine klare Empfehlung. Dazu ein Radler oder Hefe und als Nachtisch einen Kaiserschmarrn. Bevor es weiter Richtung Aussichtsplattform und dem Gasthof Unterstell geht, bei dem die Seilbahn einem wieder ins Tal nach Naturns bringt. Ab Pirchhof ist der Weg etwas leichter zu laufen, auch wenn noch zwei kurze knackige Anstiege auf einem warten. Bevor man die Aussichtsplattform erreicht geht man über einen etwas steilen Weg nach unten der voller Steine und Wurzelwerk ist. Dort sollte man besonders auf seine Trittsicherheit achten.

Die Aussichtsplattform ist 16 Meter lang und am äußersten Ende eine knapp 50 Meter hohe Stahlkonstruktion. Es können bis zu 50 Personen gleichzeitig einen wunderschönen Panoramablick genießen – vom Meraner Talkessel bis zu den Bergen der Ortlergruppe.

Nach weiteren zehn Minuten haben wir die Bergstation Unterstell erreicht, wo es mit der Seilbahn wieder ins Tal ging. Von dort mit dem Bus weiter bis zur Talstation der Texelbahn, wo wir unser Auto geparkt hatten.


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