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Au revoir Paris

Unser letzter Tag in Paris begann mit Regen. Als wenn Paris weinte das wir gehen müssen. Wir waren ebenfalls traurig. Der Urlaub war viel zu kurz. Wir mussten aber wieder zurück, da unser Sohn heute von der Klassenfahrt zurück kommt. Das war unser erster Urlaub ohne Kind seit zwölf Jahren. Kaum vorstellbar aber wahr und es war schön, sehr schön. So sehr wir unseren Sohn lieben. Es ist eben was anderes wenn man Zeit für sich zu zweit hat und machen kann, was man möchte. Auch wenn uns unser Sohn gefehlt hat. Wenigstens ein bisschen, zwischen den vielen schönen Momenten die wir zu zweit in Paris hatten.

Unser Zug fährt neun Uhr vom nahegelegenen Bahnhof ab. Das hieß früh aus den Federn und schnell noch etwas im Hotel frühstücken. Danach Koffer schnappen und die vierhundert Meter bis zum Bahnhof zu Fuß und im Regen zurück legen. Regen. Ich erinnere mich noch, wie unsere Wetter App für alle fünf Tage in Paris Regen und Gewitter voraussagte. Was hatten wir statt dessen? Jeden Tag Sonne und knapp dreißig Grad. Bis eben an unserem Abreisetag. Glück gehabt, auf ganzer Linie.

Die letzten Tage hatte ich euch viele Fotos unserer Reise gezeigt. Heute möchte ich euch noch ein paar fotografische Eindrücke nicht vorenthalten. Zu sehr hat uns Paris nachhaltig beeindruckt. Es ist eine wahnsinnig lebhafte, liebevolle, abwechslungsreiche, inspirierende, farbenfrohe Stadt, mit ganz vielen tollen und netten Menschen. Um die Gelassenheit die die Menschen an den Tag legen und trotz ihrer Arbeit und den Stress den sie sicherlich haben, beneide ich sie. Familie und Freunde haben noch einen sehr hohen Stellenwert. Das spürt man, wenn man Abends durch die Straßen geht und aus jeder Bar und Restaurant ein herzliches Lachen hört, verliebte an der Ecke stehen oder man in der Hofeinfahrt Fußball spielt.

Uns hat es immer gewundert wann die Pariser eigentlich arbeiten gehen, Man hatte immer das Gefühl das quirlige Leben beginnt bei ihnen am morgen gegen neun Uhr und hört Nachts um Mitternacht, bevor sie für ein paar Stunden zu Bett gehen und schlafen. Den ganzen Tag waren die Straßen belebt und die Restaurants & Bars gut besucht. Gefühlt neunzehn Stunden am Tag. Ganz ehrlich, wir könnten uns daran gewöhnen.

Was wir als besonderes Highlight empfanden, das keine Massen von Touristen wie Chinesen, Amerikaner et cetera in der Stadt unterwegs waren. Wir kennen das aus früheren Jahren, wo Touristen regelrecht die Städte überfluteten. Wer kennt das nicht und kann sicherlich das ein oder andere Schmankerl erzählen. Da denke ich gern an die Ermitage in St. Petersburg zurück. Drei Stunden in der Warteschlange um dann zwei weitere Stunden im Museum zu verbringen. Große Plätze, wo man sich wie in einer Sardinenbüchse vorkam. Alles eng an eng und kaum Platz um sich zu drehen. Markusplatz in Venedig ist ein perfektes Beispiel dafür. Unvergesslich war die Überfahrt mit der Fähre von Finnland nach Schweden, als wir dachten halb China ist auf dem Schiff. Die Corona Pandemie hat eben auch ihre guten Seiten.

Wir sagen auf Wiedersehen Paris. Schön war die Zeit. Danke das du uns mit so offenen Armen aufgenommen und in dich aufgesaugt hast. Wir haben jede Minute mit Dir genossen und wir sind ehrlich, wir haben uns nicht das letzte mal gesehen. Danke für eine wahnsinnig tolle Zeit. Bis bald und au revoir!

Meine Frau schrieb am letzten Tag in Paris folgendes in ihr Smartphone…

„au revoir Paris! Du hast uns gefallen, mit allen deinen Gerüchen und verschiedenen Nationalitäten, mit vielen Sehenswürdigkeiten und Kneipen, mit dem Eifelturm und Notre-Dame, mit den teuren Straßen und stinkenden Gegenden, für jeden Geschmack war was dabei, du warst sehr nett zu uns, außer gestern, aber wir verzeihen dir, die Hitze war schlimm, aber wir verzeihen dir, Metro war zu heiß und manchmal geschlossen, aber wir verzeihen dir. Es gibt noch ein paar Dinge, die wir nicht geschafft haben. Man mag Paris und Franzosen oder mags gar nicht. Wir packen dich auf unsere „da müsst ihr auch hin“ Liste dazu ❤️“

Besser kann man unsere vielen tollen Erlebnisse, die wir in dieser wunderbaren Stadt hatten, nicht beschreiben.

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