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Ein letztes mal Eiffelturm & Moulin Rouge

Unser vorletzter Tag in Paris. Das Wetter könnte nicht besser sein und gefühlt war es nicht ganz so heiß wie an den voran gegangen Tagen. Vielleicht haben wir uns auch nur einfach akklimatisiert. Ich wollte unbedingt noch einmal zum Eiffelturm. Hatten wir bei unserem ersten Besuch vor drei Tagen kaum Zeit den uns richtig aus der Ferne anzuschauen. Viele Touristen fotografieren den Eiffelturm direkt von der Zugangsstraße aus. Dabei kann man vom Ufer der Seine viel schönere Fotos machen und ist zudem meist ungestört.

Einige werden bei den folgenden Fotos mit dem Kopf schütteln und sagen „Wie oft kann man den Eiffelturm noch fotografieren?“. Sind wir mal ehrlich, ich habe bisher selten so ein dankbares und abwechslungsreiches Motiv vor meiner Kamera gehabt und ich habe schon vieles gesehen. Der Eiffelturm bietet aus jeder Perspektive was neues. Kleine Details, die einem vorher nicht aufgefallen sind. Seht selbst und macht euch ein eigenes Bild…

Danke an dieser Stelle für die Geduld meiner Frau, die mich die ganze Zeit ertragen hat, als ich alle paar Meter meine Kamera oder das iPhone gezückt habe um ein Foto zu machen. Dann endlich ging es auch für sie weiter. Nächstes Ziel Moulin Rouge. Wir hatten vor Jahren den Film mit Nicole Kidman und Ewan McGregor gesehen und waren begeistert. Daher wenig verwunderlich, dass wir das Moulin Rouge sehen wollten. Zumindest das Gebäude. Auf dem Weg dorthin mussten wir zur nächsten Metro Station laufen und da passierte das, was allen Touristen irgendwann passiert, wir wurden bestohlen. Besser gesagt das Portemonnaie meiner Frau wurde aus ihrem Rucksack gestohlen. Wir können auch ungefähr sagen wo es passiert sein muss und das auf zwanzig Meter genau. Bemerkt haben wir es leider zu spät, genau dann, als wir die Fahrkarte für die Metro kaufen wollten.

In dem Moment kamen mehrere Polizisten vorbei. Wir wollten das ganze zur Anzeige bringen, die verwiesen uns an unser Hotel, das wir es dort melden sollten. Es kommt wie es kommt, die Hotel Mitarbeiter konnten uns nur an die hiesige Polizei verweisen. Das Ende vom Lied, die Polizisten hatten mit Sicherheit keine Lust auf den Papierkram, die Hotel Mitarbeiter konnten uns eh nicht helfen und wir haben das erste mal zu spüren bekommen, wie raffiniert diese Langfinger doch sind. Schnell die 116 116 angerufen und unsere Karten allesamt sperren lassen. Man muss nur daran denken, dass nicht alle Banken diesen Service unterstützen und man eventuell die Hotline seiner Bank anrufen muss. Das kann man per Nachfrage in Erfahrung bringen.

Das schlimme ist nicht der materielle Wert in Form der vierzig oder fünfzig Euro, die im Portemonnaie waren, sondern der Verlust der EC-und Kreditkarte, Krankenkarte, Führerschein, persönlichen Fotos und so weiter. Das geht dann richtig ins Geld und wie wir seit gestern wissen, wartet man allein auf einen neuen Führerschein, da man einen Termin bei der Zulassungsstelle benötigt, mindestens drei Monate. Armes rückständiges-analoges-bürokratisches Deutschland. Und um dort einen Termin zu bekommen und einen neuen Personalausweis beantragen zu können, muss man den Diebstahl bei der Polizei zu Anzeige bringen. Das haben wir dann gestern bei der hiesigen Polizei gemacht.

Das Moulin Rouge, mit der roten Windmühle bereits von weitem unverkennbar. Mit der Metro kann man sogar bis dort fahren und wenn man aus der unterirdischen Station nach oben kommt, steht man schon fast davor. Dort ist viel Trubel. Ein belebtes Stadtviertel. Viele stehen für Karten an, andere kommen wie wir und wollen es einfach nur gesehen und fotografiert haben.

Nach einen turbulenten Tag waren wir froh als wir im Hotel waren. Dort wurde uns noch ein nettes Restaurant nicht weit entfernt empfohlen, dass sich wirklich als eine top Adresse heraus stellte. Allgemein haben wir beim Essen in den Restaurants nie eine Enttäuschung erleben müssen und das Essen war immer top. Einzig Kaffee, dass können die Franzosen einfach nicht! Da sind die Italiener und Spanier um längen voraus.

27179 Schritte lagen hinter uns. Nun hieß es Koffer packen. Am nächsten Tag neun Uhr fuhr unser Zug zurück nach Frankfurt. Ein paar letzte Bilder und ein paar Zeilen werden morgen folgen, um unseren Kurztrip Revue passieren zu lassen.

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