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Louvre, Opéra Garnier, Montparnasse, Sacré-Cœur

Nach einer doch recht kurzen Nacht stand unser zweiter Tag in Paris an. Auf dem Programm – Louvre, Opéra Garnier, Montparnasse, Sacré-Cœur – auch wenn ersteres an diesem Tag geschlossen war. Erst einmal gab es im Hotel Frühstück. Da gab es alles was das Herz begehrt. Zu Fuß ging es die knapp dreieinhalb Kilometer durch die Stadt bis zum Louvre. Man muss das einfach alles genießen, die Stadt, die Menschen, die Geschäfte und das bunte Treiben. Das kann man eben nicht, wenn man mit der Metro fährt. Das Leben geht hier bereits früh am Morgen los. Was uns immer wunderte, da die Pariser bis Mitternacht noch auf den Straßen und in den Café & Bars unterwegs waren. Neun Uhr Kaffee trinken in einen der zahlreichen Café. Zwölf Uhr Mittagessen im Restaurant. Siebzehn Uhr waren viele Restaurants bereits wieder gut besucht. Wann gehen die Menschen eigentlich arbeiten und vor allem, wann schlafen? Warum sind die alle so schmal, wenn sie den ganzen Tag nur am essen sind?

Viele Pariser fahren Fahrrad oder Roller. Wir kamen uns teilweise wie in Amsterdam vor. Im Endeffekt die beste Lösung für den Stadtverkehr, wenn man nicht laufen möchte, da man mit dem Auto gefühlt ständig im Stau steht. Die Radwege sind sehr gut ausgebaut und man sollte als Fußgänger vorher nach rechts und links schauen, bevor man diesen überquert. Da die meisten mit E-Bikes unterwegs sind, haben die ein ordentliches Tempo drauf.

Am Louvre angekommen bietet sich ein schönes Bild. Die Architektur, wie in der gesamten Innenstadt ist toll anzuschauen. Der Platz groß auf dem die Glaspyramide steht und heute überschaubar, da das Museum Dienstag immer geschlossen hat.

Auf dem Platz war es heiß und ohne Kappe oder Mütze auf dem Kopf in der Sonne kaum auszuhalten. Daher haben sich viele Menschen nach einigen Minuten bereits in den Schatten verzogen. Gut das wir ausreichend Wasser dabei hatten. Nach einer kurzen Verweildauer ging es weiter am Louvre vorbei durch die Innenstadt in Richtung Opéra Garnier. Mehr durch Zufall entdeckt und am Ende des Besuches mehr als begeistert. Beeindruckend wie so vieles in Paris. Da nicht viele Touristen unterwegs waren, hatten wir schnell unsere Ticket gekauft und in die willkommene Kühle im Innenbereich der Opéra verzogen.

Abgekühlt und mit frischen Kräften ging es im Anschluss weiter zum Montparnasse. In 38 Sekunden transportiert der schnellste Aufzug Europas einen auf 196 Meter Höhe. Dort erwartet dich die angeblich schönste Sicht auf alle Bauwerke und Viertel von Paris: den Eiffelturm, les Invalides, Notre-Dame, Montmartre, Sacré-Coeur, Jardin du Luxembourg, das Centre Pompidou, Saint-Germain des Prés, La Défense oder das Quartier Latin. Warum angeblich? Die Aussicht ist wirklich schön aber wir fanden die Aussicht vom Eiffelturm um ein vielfaches schöner und interessanter. Vor allem hatte man dort freie Sicht. Auf dem Montparnasse wurde die Sicht auf die Umgebung nur durch Sehschlitze im Sicherheitsglas freigegen. Klar konnte man durch die Scheiben schauen, es ist eben keine freie Sicht und möchte man fotografieren, hat man mit den Reflexionen zu kämpfen. Das Restaurant im 56. Stock kann man getrost ignorieren. Wie meine Frau mir erzählte soll das Gebäude bis 2024 komplett saniert und modernisiert werden. Ehrlich gesagt hat es das dringend nötig.

Unten wieder angekommen ging es direkt zur Metro und unser nächstes Ziel lautete Sacré-Cœur. Eine im neobyzantinischen Stil gebaute römisch-katholische Wallfahrtskirche auf dem Montmartre im 18. Arrondissement von Paris, die das Patrozinium des Heiligsten Herzens Jesu trägt. Die vor allem aus der Ferne beeindruckende Wirkung des Bauwerks beruht auf der einzigartigen Lage auf dem Montmartre-Hügel, dem strahlenden Weiß des verbauten Materials, der Monumentalität und dem fremdartigen Effekt der steilen Kuppelformen. Durch die Größe und dadurch das man mehr oder weniger direkt davor steht, ist es schwer das Gebäude ohne Weitwinkel und mit stürzenden Linien einzufangen.

Wenn man zum Sacré-Cœur möchte, muss man bedenken das es zahlreiche Stufen bis dort auf den Hügel hinauf zu erklimmen gilt. Das artet schnell mal in Sport aus. Bei dreißig Grad im Schatten biste da schnell mal am schwitzen. Gelohnt hat sich der Aufstieg auf jeden Fall. Denn hinter dem Sacré-Cœur geht es in kleinen schmalen Gassen weiter zu tollen Restaurants. Nicht nur eines, sondern eins neben dem anderen.

Nach einem guten Essen und Wein ging es für uns wieder Richtung Hotel. Nachdem wir den Hügel und die zahlreichen Stufen wieder abgestiegen waren, mussten wir an der Metro Station feststellen, dass unsere Metro nicht mehr fährt. Das hieß für uns dreieinhalb Kilometer bis zum Hotel laufen und das Nachts um kurz vor Mitternacht. Egal, der Bär steppt auf der Straße und es waren immer noch zahlreiche Menschen unterwegs. Diese Stadt kommt nie zur Ruhe.

33750 Schritte später war unser Hotel erreicht. Gute Nacht. Morgen folgt Tag 3.

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